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Alles auf achtsam

Wenn das Arbeitspensum steigt und der Druck immer grösser wird, dann neigen wir dazu, einfach durchzuarbeiten. Doch ­irgendwann machen Körper und Psyche schlapp – und streiken. Corporate Wellbeing Officer Elodie Caucigh zeigt, wie man mit ein paar einfachen Achtsamkeitsübungen zu sich selbst findet und ­durchstartet. 

Mens sana …

… in corpore sano. Bereits die Römer wussten, dass ein gesunder Geist im Zusammenhang mit einem gesunden Körper steht. «Es wird sehr oft vergessen, dass man nicht nur mit dem Kopf ins Büro kommt, sondern mit dem gesamten Körper», sagt Elodie Caucigh. Sie ist Corporate Wellbeing Officer und bietet Workshops für Stressmanagement und Wellbeing am Arbeitsplatz an. «Wir erinnern uns an unseren Körper erst, wenn er sich bemerkbar macht – meist ist das mit Schmerzen verbunden.» Während einer angespannten ­Arbeitsphase reagieren viele mit Körperspannung, erhöhtem Blutdruck, schlechter Verdauung und Ausschüttung von Stresshormonen. Wer sich ständig an die Grenzen bringt und sich immer mehr pusht, der leidet oft an Verspannungen, Konzentrationsmangel, Reizbarkeit oder psychischen Erkrankungen.

In Balance

In Stresssituationen reagiert jeder unterschiedlich. «Es gibt Mitarbeitende, die mit Stress und Druck gut umgehen können und immer noch produktiv sind. Diese Mitarbeiternden haben ihren Ausgleich gefunden. ­Andere Mitarbeitenden jedoch vergessen sich selbst, machen weder Pause noch nehmen sie sich Zeit für den sportlichen Ausgleich.» Laut der Wellbeing-Expertin spielen Unternehmen keine unbedeutende Rolle beim Stressmanagement. «Arbeitgeber können beim Stressabbau helfen, indem sie Hilfsmittel zur Verfügung stellen sowie Möglichkeiten schaffen. Stressabbau ist ein wichtiger Skill, das kann man den Leuten mit auf den Weg geben.» Elodie Caucigh bietet Unternehmen massgeschneiderte Toolboxes mit Übungen an: für den Stressabbau, zur Energiesteigerung, für mehr Konzentration und um fit im Büro zu bleiben. Für Miss Moneypenny hat sie drei Übungen zusammengestellt: Die Energie-Übung hilft die Batterie aufladen, die Fokus-Übung fördert die Konzentration und der Haltungs-Check steigert das Körperbewusstsein.

Fünf Minuten durchatmen

«Drei bis fünf Minuten pro Übung reichen vollkommen», sagt Elodie Caucigh. Wichtiger als die Dauer ist das Wissen darüber, welche Übung gerade helfe. «Wer total verkrampft vor dem Computerbildschirm sitzt, sollte wissen, wie er aus dieser Verkampfung rauskommt. Also: Zuerst einmal in die neutrale, gerade Sitzposition finden und durchatmen.» Die Übungen können am Schreibtisch gemacht werden, im Pausenraum oder in einem freistehenden Sitzungszimmer. «Wichtiger als der Ort ist, dass man seinen Körper besser spüren lernt. Wenn man ein Körperbewusstsein entwickelt hat, kann man seine Hemmschwelle überwinden und im Grossraumbüro den Haltungs-Check sowie andere Übungen machen.»

Elodie Caucigh

Elodie Caucigh ist Wellbeing Officer und Founder von REAL EASE Die Gesundheitsbotschafterin und ist zertifizierte Yogalehrerin und war einst Account Managerin in der Werbebranche. Ihr Motto lautet: «Healthier at Work – Breathe, Move and Stretch at your Desk.»

realease.co

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Redaktorin Miss Moneypenny

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